Die BücherboXX in Aschaffenburg

BücherboXX in Aschaffenburg. Französisches Modell

BücherboXX in Aschaffenburg. Französisches Modell

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Saint Germain-en-Laye und Aschaffenburg ist ein BücherboXX-Austausch entstanden. Aschaffenburg hat eine französische und Saint Germain hat eine deutsche BiblioboXX. Das kommt uns bekannt vor. Ja, es war unsere Freundin Regina Lecointe, die unseren damaligen Austausch zwischen Berlin und Saint-Germain-en-Laye anlässlich des 50jährigen Bestehens des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages aufgegriffen hatte. Danke, Regina, für Deinen unermüdlichen Einsatz bei der Verbreitung der BücherboXX in Frankreich. Wir gratulieren beiden Städten.

Die BücherboXX in Aschaffenburg steht in der Schillerstraße vor dem GESTA-Gebäude (Gesellschaftliche Teilhabe für Alle e. V.).

BücherboXX: Deutsches Modell in Saint Germain-en-Laye (France)

BücherboXX: Deutsches Modell in Saint Germain-en-Laye (France)

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Reif für die Hochschulen: Die BücherboXX

Laura Medieta im Gespräch mit Ünal Cakir

Immer mehr Studentinnen und Studenten der verschiedensten Fachrichtungen entdecken die BücherboXX für ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Von der Bibliothekswissenschaft, üder die „Soziale Arbeit“, Kommunikationswissenschaft und „Arbeitslehre“ im Schuldienst.

Laura Mendieta studiert an der Europa Universität Frankfurt (Oder) und ist dabei ihren Master in „European Studies“ zu machen. An der BücherboXX Gleis 17 ließ sie sich neulich alles genau erklären und kam auch ins Gespräch mit Passanten. Der Grund lag auf der Hand: Am Ende soll eine umfassende Studienarbeit im Seminar „Urbane Infrastrukturen der Freundlichkeit“ bei Privatdozent  Dr. Michael Jonas stehen. Wir wünschen viel Erfolg.

Aber vielleicht geht es auch weiter und schließlich wird daraus ein richtiges Uni-Projekt, das sich mit dem Ausbau und der Aufstellung einer BücherboXX an der Brücke von Frankfurt (Oder) nach Slubice befasst. Ein besonders schönes Beispiel zeigt die Hochschule Zittau-Görlitz.

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8.8.2020 | Buchpräsentation „Jenseits der Hoffnung“

Der bekannte Umweltanwalt Reiner Geulen stellt sein im Vorwerk8 erschienenes Buch „Jenseits der Hoffnung“ vor am 8. August 2020 in Zusammenarbeit mit der BücherboXX Gleis 17.

Anlass ist der 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki. Die Präsentation des Buches erfolgt im Rahmen eines musikalisch-literarischen Gartensalons bei Konrad und Gaby Kutt.
In seinem Buch kontrastiert Geulen die „technisch-wissenschaftlich basierte Vernichtung der Erde“ mit einem „Totalversagen der Philosphie“. Schwerpunktmäßig bezieht er sich auf die Atombombe. Nimmt man die Klima-Krise hinzu, ist seiner Ansicht nach wenig Hoffnung, die Vernichtung der Erde zu verhindern. Was bleibt, ist die Gestaltung der Gegenwart durchaus im lutherischen Sinne des morgen zu pflanzenden Apfelbäumchens. Passend dazu liest Jenny Schily aus der Zukunftsrede „Wer wir waren“ von Roger Willemsen.

Für die musikalische Umrahmungen sorgen zwei japanische Künstlerinnen Maiko Mine (Klavier) und Miho Fujitani (Flöte). Miho berichtet gleichsam als Zeitzeugin, was ihre Mutter in Hiroshima erlebte.

Die Plätze sind im Vorfeld so schnell vergeben worden, dass wir keine weiteren Anmeldungen annehmen können. Wer Interesse hat, kann sich das Video des Verlages ansehen, in dem er ausführlich auch über die Opferperspektive spricht.

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12.06.2020 | Anne Frank wäre 91 Jahre geworden

In der BücherboXX am Gleis 17 kann man aktuell einen Text aus dem „Tagebuch der Anne Frank“ hören. Unsere BücherboXX-Freunde Jeffrey and Jeanette Holman aus Christchurch in Neuseeland besuchten uns am 12. Juni 2019 und brachten das Tagebuch der Anne Frank auf MAORI mit, der Sprache der Ureinwohner von Neeseeland: „Te Rataka a Tetahi Kohine“. Beide sind eng mit der Sprache und Kultur der Maori vertraut.

Cover zu einer Ausgabe des Tagebuchs der Anne FrankEs war der 90. Geburtstag von Anne Frank. Auf der Terrasse im Grunewald entstand die Idee. Der Brief vom 15. Juli 1944 „Liebe Kitty…“ aus dem Tagebuch wurde für die HörboXX vorbereitet, zunächst in Deutsch, Englisch und Maori. Es war der Brief an die Jugendfreundin, kurze Zeit später wurde Anne Frank von den Nazis nach Auschwitz und später Bergen-Belsen deportiert, wo sie kurz vor Kriegsende starb. Die englische und maorische Fassung sprechen Jeffrey und Jeanette Holman, die deutsche Fassung Gaby Kutt. Später kam noch die polnische Fassung des Briefes hinzu, die von Michał Ratić (15) von der Musikoberschule Posen gesprochen wird.

Dies ist eine Information, die durch den Newsletter an die BücherboXX-Gemeinschaft verschickt wurde. Wer auch informiert werden möchte, melde sich bitte hier für den Newsletter an.

 

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Wanderstandort: BücherboXX in Lichtenrade

Die BücherboXX „Europa I“ ist auf dem Weg durch Berlin und Europa in der Bahnhofstraße in Lichtenrade angekommen. Die Übergabe fand coronabedingt ohne feierliche Eröffnung statt. Hier der Bericht vom Lichtenrader Magazin:lichtenrader-magazin_Artikel-BuecherboX_4-2020

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Über das Finden und was danach kommt

In dem Beitrag „Ansteckend wie ein Buch“ ist eine kleine Passage besonders beeindruckend und typisch für die BücherboXX. Es geht um Margit Siebener (92) aus Lichtenrade:

In Zeiten der Corona-Krise ist das Mitmenschliche gefragt, ja lebensnotwendig: „Wenn ich zu zweit zum Einkaufen die Wohnung verlasse und an der BücherboXX vorbeikomme, ein Buch finde und auf dem Heimweg ins Grübeln komme, wem mag es gehört haben?

Ex Libris im Buch von Victor Hugo "Der Glöckner von Notre Dame"

Ex Libris im Buch von Victor Hugo „Der Glöckner von Notre Dame“

In einem Falle war es so: Da finde ich Victor Hugos „Notre Dame“ mit einer Bucheigner-Grafik „Ex-Libris Margit Cohn Herrfurthstraße 28″. Also mache ich mich auf die Suche.  Sie war die Tochter eines jüdischen Buchhändlers am Spittelmarkt und erlebte als 10jährige die Reichsprogromnacht, das Leben im Versteck und die Ausreise ihres Vaters nach Shanghai. Nach dem Krieg heiratete sie und hieß sodann Margit Siebner, ezählte ihr bewegtes Leben als Zeitzeugin und las aus ihrem Buch „Es gab auch gute Menschen“, u. a. an der BücherboXX am Halemweg. Anlässlich einer Vortragsreise brachten wir die Geschichte von Margit Siebner und der „BücherboXX Gleis 17″ mit dem Ex-Libris ins Goethe-Institut nach Tel Aviv. Ein aufmerksamer „Schüler“, der sein C1-Level verbessert wollte, hörte uns zu. Es war Professor Gabriel Kaufmann, dessen Großeltern am 30. 6. 1942 vom Bahnhof Grunewald nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet wurden. Aus dem Kreislauf der Bücher, folgt ein Kreislauf persönlicher Geschichten.“

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Ein weiteres Balkonkonzert

Solo-Oboen-Konzert mit Katsuya Watanabe Bild: © Heiner Benking

Termin: Sonntag, 10. Mai 2020 um 16 Uhr

… mit biblio’vielen‘ Überraschungen.

Für Nachbarn, offene Fenster und Gärten und zufällige Spaziergänger in der Winkler Straße etwa in Höhe der Nummer 17a. Über eine Baugrube hinweg braucht die Musik schon eine Weile, aber man kann Katsuya gut hören. Wir wollen ihn in der konzertfreien Zeit ein klein wenig unterstützen und hoffen sehr, dass er, sobald es eben geht, wieder ein Konzert bei uns im Salon und in „großen Häusern“ zwischen Luxemburg, Mailand und Tokio geben kann.

Hier ist ein Ausschnitt vom letzten Konzert, für diejenigen, die nicht dabei waren.

Das Motto lautet immer noch: „Abstand und Zusammenhalt“ – Zusammenhalt vor allem auch zum Europatag am 9. Mai.

Buchzaun statt Bauzaun :: Bild: Konrad Kutt

 

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Ansteckend wie ein Buch

Symbolbild für den Artikel "Ansteckend wie ein Buch"Es gibt einen Beitrag von Konrad Kutt über die BücherboXXen in Zeiten der Corona-Krise: „Ansteckend wie ein Buch“.

Studien zeigen, dass gerade jetzt wieder mehr gelesen wird, ein Buch nach dem anderen, manchmal auch einige parallel. Viele der in der Corona-Krise gestellen Fragen des nachbarschaftlichen, fürsorglichen und nachhaltigen Verhaltens können am Beispiel dieser kleinen Straßenbibliothek abgelesen und beantwortet werden. Eine der zentralen Fragen wurde schon vor fast dreißig Jahren von Alan Durning gestellt: How Much is Enough?

Hier gehts zum Artikel

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Balkonkonzert mit Solo-Oboe

Solo-Oboen-Konzert mit Katsuya Watanabe Bild: © Heiner Benking

„Katsuya Watanabe hat schon mehrere Hauskonzerte im Grunewald gegeben. Das Balkonkonzert mit seiner „Solo-Oboe“ am Palmsonntag war besonders beeindruckend.

Es stand unter dem Motto „Abstand und Zusammenhalt im Grunewald. Danke“.

Ohne Publikum in diesen Zeiten? Keine Spur. Fenster und Balkone waren geöffnet. Gaby und Konrad saßen allein im Garten. Spaziergänger in der Winkler Straße unterbrachen kurz ihre Unterhaltung. „Wings“ heißt seine letzte CD und ein Stück daraus.

Als hätte der Klang Flügel. Ob er bis zur nahegelegenen Grunewald-Kirche kam, ist nicht überliefert. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen“.

Vielleicht lauschen Sie mal am Ostermontag gegen 16 Uhr, ob Sie die Solo-Oboe hören?

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BücherboXX in Coronazeiten

Abstand mit Anstand. BücherboXX in CoronazeitenDie von uns betreuten BücherboXXen (mit zwei XX) bleiben geöffnet. Wir haben aber vorsichtshalber folgenden Hinweis an der Tür angebracht, wie hier an der BücherboXX Gleis 17: „Bitte mit Abstand und Anstand nutzen“, was sich eigentlich von selbst versteht.  Beobachtungen zeigen, dass die BücherboXXen sehr verantwortungsvoll genutzt werden. Vielen Dank an alle.

Darüberhinaus hat sich Konrad Kutt in einem Beitrag Gedanken gemacht über die BücherboXXen in Zeiten der Corona-Pandemie: „Ansteckend wie ein Buch“. Studien zeigen, dass gerade jetzt wieder gelesen wird, ein Buch nach dem anderen, manchmal auch einige parallel. Viele der in der Corona-Pandemie angestellten Fragen des nachbarschaftlichen, fürsorglichen und nachhaltigen Verhaltens können am Beispiel dieser kleinen Straßenbibliothek abgelesen und beantwortet werden.

Eine der zentralen Fragen wurde schon vor fast dreißig Jahren von Alan Durning gestellt: How Much is Enough?

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