Schweigemarsch zum Mahnmal Gleis17

© Georg Wittwer (1932-2013) Gleis 17 Pastell 2008Ein Zeichen gegen das Vergessen setzt in diesem Jahr wieder das Gottfried-Keller-Gymnasium gemeinsam mit der Landespolizeiakademie Berlin und dem Walther-Rathenau-Gymnasium.

Bereits am Freitag, 8. November 2024, erinnern sie mit dem traditionellen Schweigemarsch an die Verbrechen in der Pogromnacht vom 9. November 1938.

Die Gedenkveranstaltung beginnt um 16.30 Uhr am Gedenkstein für den ermordeten Außenminister Walther Rathenau an der Ecke Erdener Straße/Koenigsallee und endet am Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald, an dem viele jüdische Bürger:innen in der NS-Zeit in den Tod geschickt wurden. Hier findet ab 17 Uhr eine Kundgebung statt.

Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch wird gemeinsam mit Bezirksstadtrat Detlef Wagner, Bezirksstadtrat Arne Herz und Bezirksverordneten-Vorsteherin Judith Stückler an der Gedenkveranstaltung teilnehmen.
Interessierte sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und eine Kerze mitzubringen, die sie am Ende am Mahnmal abstellen können. [Quelle: PM BA CW]

Wir werden wieder an der BücherboXX Gleis17 mit interessanten Büchern stehen.

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Solarzentrum Mecklenburg Vorpommern

Neuanfang der Kooperation zwischen Berlin und dem Solarzentrum Mecklenburg Vorpommern in Wietow, Treffen am 1. 11. 2024

Dr. Brigitte Schmidt, die Mitbegründerin des Solarzentrums MV starb am 13.06.2024. Wir erinnern und verneigen uns vor dieser starken und einfühlsamen Persönlichkeit (Andenken an Brigitte Schmidt von Konrad Kutt als PDF).

Das Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur, der Verein Energie für Bildung sowie das GPB College (Andrea Roy) hatten Lesja Ihm, die Tochter von Brigitte Schmidt und Mitglied des erweiterten Vorstands des Vereins SIMV, zu einem Treffen am 1. 11. 2024 nach Berlin eingeladen. Besprochen wurde unter dem symbolträchtigen Gemälde der „Elektrischen“ der Neuanfang einer produktiven Kooperation [siehe Bild unten]. So nimmt das Solarzentrum einen Praktikanten des GPB College für sieben Wochen auf und richtet ab 23.11.2024 (Eröffnung) eine Ausstellung mit Umwelt-Karikaturen von Klaus Stuttmann aus. Die Ausstellung unter dem Motto „Schlüsselkompetenz Humor“ war bereits in mehreren Schulen in Berlin zu sehen.

Die Hauptthemen sind freilich Energie, Technik, Forschung (u. a. in den Bereichen Aquaponik), ein neues Nutzungskonzept zielt verstärkt auf Freizeit, Tourismus, Kultur: Mit fachlichen Konferenzen, Platz zum Feiern von Geburtstagen und Hochzeiten inklusive Übernachtungen und vieles mehr: https://solarzentrum-mv.com

v.l.n.r.: Ünal Cakir, Margarete Aßfalg, Bernd Roske, Lesja Ihm, Gabriele Kutt, Andrea Roy (GPB College) Julian Kurz, Rudolf Wachsmuth, Konrad Kutt, Duygu Cakir

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Gedenkkonzert zum 80.Todestag von Pavel Haas, Hans Krása und Viktor Ullmann

Aktuelles zum Gedenkkonzert & Bilder
Termin: 16.10.2024 | 19.00 Uhr

Der stetige Blick auf die drei Komponisten während gleichzeitig ihre Musik ins Ohr ging verband sich mit dem Gedanken an ihre Ermordung in Auschwitz.
Sie waren 45 Jahre alt. Es bleibt unfaßbar und gerade deshalb müssen wir daran denken. Zu danken ist den Künstlern und Künstlerinnen, wie hier im Foto zum Schluss des Konzerts zu sehen. Dank auch an den Moderator Dr. Peter Vasicek. Alles zusammen eine großartige Leistung.

Gedenkkonzert zum 80.Todestag

der beiden tschechischen Komponisten Pavel Haas und Hans Krása (beide am 17. Oktober 1944 ermordet in Auschwitz)

und des österreichischen Komponisten Viktor Ullmann (am 18. Oktober 1944 ermordet in Auschwitz)

Ort: großer Saal des ABSV (Allgemeiner Blinden und Sehbehindertenverein), Auerbachstraße 7, 14193 Berlin

Programm und Biographien bitte hier nachschauen

Musik in Theresienstadt

Wer mehr zu den Komponisten erfahren möchte, hat die Möglichkeit, ein kleines Büchlein aus der Zentral- und Landesbibliothek auszuleihen.

Es ist ein Band aus der Schriftenreihe „Verdrängt Musik. NS-verfolgt Komponisten und ihre Werke.“ Herausgegeben vom Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke e. V.

Es ist sehr aufschlussreich und bietet auch jeweils eine Liste der vorhandenen Werke an. Ich habe es gelesen, weil ich krankheitsbedingt, das Konzert nicht besuchen konnte und mich die Komponisten sehr interessieren. Mehr

Eine Veranstaltung der INBAK mit BücherboXX. Gefördert durch DIG Berlin-Brandenburg & Moses-Mendelssohn-Stiftung.

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BücherboXX wird Geschichte

Im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland treffen sich zwei Veteranen der Nachhaltigkeit. Sie saßen vor 20 Jahren im Nationalkomitee Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Dr. Ignacio Campino für die Telecom (Bonn) und Konrad Kutt für das Bundesinstitut für Berufsbildung.

Nun stehen sie vor der ausgebrannten „BücherboXX Gleis 17“, die das HdG als Mahnung gegen Antisemitimus in die Ausstellung „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ aus Berlin genommen hat. Erstmals also eine nachhaltige BücherboXX im Museum. Was als berufspädagogisches Projekt am Mahnmal Gleis 17 startete, erlebt nun eine hoffentlich nachhaltige Fortsetzung von Bildung und Nicht-Vergessen. Das Berliner BücherboXX-Team war zur Eröffnung gut vertreten.

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Ausstellungseröffnung: 17.9.2024 | 19h … wir sind dabei

Nun ist es soweit: Die ausgebrannte BücherboXX Gleis 17 ist als „Objekt“ im Haus der Geschichte der Bundesrepublik in Bonn zu sehen – vom 18. 9. 2024 bis 26. 1. 2025

„Die Zahl antisemitischer Straftaten ist in den vergangenen Monaten in Deutschland stark gestiegen, immer mehr Menschen in diesem Land wählen rechtspopulistische beziehungsweise -extreme Parteien. Wie tief der Hass sitzt, verdeutlicht eine zerstörte Telefonzelle. Im August 2023 geht in Berlin nahe dem Holocaust-Mahnmal „Gleis 17“ eine zur Bücherbox umgebaute Telefonzelle mit einer Hörstation in Flammen auf. Der Brandstifter will die darin stehenden Werke vernichten – Bücher über den Holocaust.“ [Quelle: HDG]

Wir berichten bald darüber …

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Ein Jahr nach dem antisemitischen Anschlag

Wir laden ein … zur

Gedenkveranstaltung an der BücherboXX Gleis 17 am
Montag, 12.08.2024 um 16.00 Uhr.

  • Dr. Felix Klein (Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung)
  • Dr. Elke-Vera Kotowski (Moses Mendelssohn Stiftung)
  • Dr. Claudia Buß (Bezirksverordnetenversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Musikalische Begleitung Stefan Weitkus & Kleinod Liedermacher und Zimmermeister

Der Brandanschlag auf die BücherboXX Gleis 17 vor einem Jahr stößt bis heute in der Nachbarschaft und weit darüber hinaus auf Fassungslosigkeit und Unverständnis. Diese sinnlose Tat reiht sich ein in eine zunehmende Geschichtsverklärung und den Versuch eigene Anschauungen gewaltsam durchzusetzen.

Die ausgebrannte BücherboXX blieb noch vier Monate als mahnendes Beispiel stehen, um dann erneut mithilfe zivilgesellschaftlichen Engagements rekonstruiert und seiner ursprünglichen Bestimmung wieder gerecht zu werden: Anhand einer Audiobox und Büchern zur freien Verwendung wird an die Geschichte der Deportation jüdischer Männer, Frauen und Kinder in den Tod erinnert.
Dank einer großen Solidarität und Spendenbereitschaft konnte ein Wiederaufbau der BücherboXX in kürzester Zeit gelingen.

Die abgebrannte BücherboXX wird ab 18. September 2024 im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen sein, wo sie im Rahmen der Ausstellung „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“ als Zeugnis antisemitischer Gewaltbereitschaft gezeigt wird.

Die Eskalation der Gewalt nach dem barbarischen Anschlag der Hamas und die Angriffe auf Juden in Berlin macht uns fassungslos. Konrad Kutt – 29. Juli 2024

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BücherboXX am Fellbacher Platz

Zum 50 Todestag von Erich Kästner, am 29. Juli 2024, hat die Rückseite der BücherboXX am Fellbacher Platz ein neues Outfit bekommen. Mehrere Buch-Cover und Zitate erinnern an ihn. Daraus könnte eines Tages unter Beteiligung der Anwohner eine „Erich-Kästner-BücherboXX“ werden, denn schließlich hat er mehrere Jahre am Waldsee in Hermsdorf gewohnt.

Im Rahmen einer Gedenkstunde erinnerte Bernd Kebelmann an sein Leben, las Gedichte und Kurzgeschichten. Ein kurzweiliger Nachmittag mit politischem Gehalt.

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BücherboXX Rundschau | Jetzt zum Download

Vorwort und Dank des Herausgebers Konrad Kutt

Halten wir fest, was geschah. Schreiben wir es auf – und die Gedanken dazu. Die vorliegende „Rundschau BücherboXX Gleis 17“ ist ein Versuch, einiges zu dokumentieren und auszusprechen.

Zunächst sagen wir Dank für die großartige Spendenbereitschaft und für die Solidarität, dem aufkommenden Antisemitismus etwas mit Worten, Liedern und Taten entgegenzusetzen. Wenn wir einen der über hundert Spender herausstellen dürfen, dann Pedro Elsbach (Elsbach Stiftung). Sein Engagement über mehrere Jahre hilft uns sehr.

Nach dem Brandanschlag erfuhren wir erst, wie wichtig die BücherboXX mit ihren Büchern und der eingebauten Audiobox mit Texten und Liedern war. Weitermachen, weitermachen, hieß es von allen Seiten.

Die Benefizkonzerte an der BücherboXX, in der Friedenskirche, ja sogar in einer Stuttgarter Musikschule haben sehr geholfen, den Anschlag zu überwinden und die Kraft für einen Neuanfang zu finden.

Anteilnahme kam u. a. aus dem Ausland, z. B. Frankreich, Neuseeland, Israel. Auch der politische Zuspruch war groß, Kirstin Bauch (Bürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf) schrieb das Vorwort für die Rundschau. Lisa Paus (Bundesfamilienministerin) besuchte den Brand-Ort und führte ein intensives Gespräch, das in ein Interview mündete. Ein wichtiger Ansprechpartner in der Phase nach dem Anschlag war stets Sigmound Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde.

Die Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn übernahm die ausgebrannte BücherboXX als ein beispielhaftes Objekt für eine Antisemitismus-Ausstellung, das Auktionshaus Bassenge hatte ein verkohltes Buch künstlerisch gerahmt und nahm es in die Auktion.

Nachbarschaftliche Organisationen , wie z. B. der Siedlerverein Eichkamp e. V., die Europäische Akademie Berlin e. V., das Walther-Rathenau-Gymnasium und das Sägewerk Grunewald betonten die praktische Zusammenarbeit auch in der Zukunft.

Wir hoffen, damit allen Leserinnen und Lesern einen interessanten und nachdenklichen Überblick verschickt zu haben.Hier können Sie die Rundschau herunterladen.

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Die neue BücherboXX Gleis17 ist da!

Seite 23. Februar 2024 ist neu aufgebaute BüherboXX Gleis17 wieder an ihren alten Standort.

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Einladung zum Holocaust-Gedenktag *)

am Sonnabend/Samstag, 27. Januar 2024
von 14:00 bis ca. 15:30 Uhr

In Erwartung der neuen BücherboXX Gleis 17
laden wir zu einer musikalisch-literarischen Veranstaltung herzlich ein.

Im Mittelpunkt steht das bekannte Jarock-Ensemble

• Tal Koch: Gesang/Klavier/Komposition/,
• Raphael Isaac Landzbaum: Oboe/Blockflöte,
• Guy Woodcock: Gitarre,
• Irene Aselmeier: Rezitation

Ort: ABSV
Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin e. V.
Auerbachstraße 7 | 14193 Berlin | Routenplaner

Wichtiger Hinweis:

Die Wiederaufstellung der neugestalteten BücherboXX am
S-Bahnhof Grunewald wird aus technischen Gründen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

*) der offizielle Titel des Gedenkttages in Deutschland lautet:
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus„,

Der Tag hat seit einigen Jahren große Bedeutung für die BücherboXX Gleis 17:

Erinnert sei an die folgenden Filme:
2020: Erinnern durch Lesen
2021: Gleis17 – ein Ort des Geschehens und der Prozess von Nürnberg
2022: Laufend lesen

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